Nadelsägerundholz in Österreich im Januar 2022 wieder gefragter

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LKÖ/Fordaq
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Österreichs Säger sind derzeit noch überwiegend ausreichend mit Nadelsägerundholz bevorratet. Nun, da die Produktion bald wieder auf Hochtouren gebracht wird, nimmt auch der Rundholzeinkauf wieder zu. Die Nachfrage steigt entsprechend, doch bei Starkholz kann es regional zu Absatzschwierigkeiten kommen. In Oberösterreich werden für spezielle Längenausformungen Bonuszahlungen gewährt. Sofern es die Witterung zulässt, werden bereitgestellte Mengen rasch abtransportiert, sodass kaum Waldlager vorhanden sind. Die Preise haben sich gefestigt und liegen österreichweit für das Leitsortiment Fichte A/C, 2b zwischen 100 € und 110 €. Die Preise für Kiefer wurden regional nach oben angepasst. Lärche hält ihr Preisniveau. Die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Die Nachfrage nach Eiche ist weiterhin sehr rege. Dementsprechend groß ist ihr Anteil bei den Anlieferungen zu den Laubwertholzsubmissionen in Nieder- und Oberösterreich, die wiederum Ende Januar stattfinden. Rotbuche und Esche werden im Vergleich zum Vorjahr zu leicht gestiegenen Preisen nachgefragt. Bei den übrigen Baumarten werden nur beste Qualitäten preislich entsprechend honoriert. Kaum Nachfrage gibt es derzeit nach Kirsche und Birne.

Die bereits Ende 2021 beobachtbare Nachfragebelebung bei Industrierundholz setzt sich im neuen Jahr fort und spiegelt sich nun auch durch erhöhte Preise wider. Verringertes Aufkommen von Sägenebenprodukten lässt nicht nur bei Faserholz, sondern auch bei Schleifholz die Nachfrage steigen. Die Lager der Plattenindustrie sind ebenfalls wieder aufnahmefähig. Hier spielt auch die derzeit verringerte Verfügbarkeit von Altholz eine wesentliche Rolle. Rotbuchenfaserholz wird bei teilweise gestiegenen Preisen nachgefragt, der Absatz von Eschenfaserholz ist derzeit ebenso problemlos möglich.

Der Energieholzmarkt ist differenziert zu betrachten. In der Steiermark ist eine deutliche Nachfragebelebung eingetreten, mit spürbaren Preisanhebungen für kurzfristig georderte Mengen. In Kärnten und Salzburg wurden die Preise abermals nach oben angepasst. Im übrigen Bundesgebiet gibt es keine Veränderungen zum Vormonat. Zusätzliche Mengen außerhalb von Langfristverträgen sind kaum abzusetzen.

Auch wenn sich die Marktlage wieder gebessert hat, rät die Landwirtschaftskammer, geplante Nutzungen nur auf Basis vereinbarter Preise und Lieferprofile durchzuführen.

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