Mit Ziricote, Bubinga, Moabi oder brasilianischem Tintenbaum bekommt man es selten, und wenn dann nur in einem Spezial-Holzhandel zu tun. Bei Cropp Timber sind es nur ein paar Namen aus einer langen Liste von Hölzern die man bei Cropp Timber in Hamburg-Harburg in großen und kleinen Mengen kaufen kann. Beim Einschnitt der Exoten setzt das Hamburger Unternehmen seit über 10 Jahren auf Bandsägen von Wood-Mizer, darunter seit der Ligna 2005 auf das Holzindustrie-Modell LT 300.
Tonholz, Drechselholz oder Maserknollen
Cropp Timber wurde 1919 gegründet und wird, inzwischen in vierter Generation, von Eckhard Stuhlmann geleitet. Hier bekommt man Rund- und Schnitthölzer aus aller Welt, was immer das Herz im Holzbereich begehren kann: Bohlen für die Tischlerei und den Möbelbau, Spezialhölzer für technische und mechanische Zwecke, Schnitz- und Drechslerhölzer, Klanghölzer für Musikinstumente, Holz für den Bootsbau, für Gewehrschäfte und Messerhefte, Maserknollen sowie Holzfrüchte, die zu allerlei Kunstwerken gedrechselt werden können. Wird nach etwas verlangt, das zufällig nicht auf der Liste steht, wird’s besorgt.
Die Mitarbeiter sind echte Holzfans, das merkt man, wenn sie dem nicht so bewanderten Schaulustigen ihre Schätze präsentieren und wohl auch an Äußerungen wie „mein Lohn wird immer zur Hälfte in Holz ausbezahlt“.
Bewährt: Schmalband für Wertholz
Cropp Timber arbeitet seit 1995 mit Wood-Mizer Sägen. Durch die Sparsamkeit im Schnitt ist eine Schmalbandsäge ideal um Wertholz zu schneiden. So wurde zunächst mit einer LT30 gearbeitet, die 1999 gegen eine LT40 AllElectric getauscht wurde. Um die Sägeleistung speziell bei den wachsenden Mengen von einheimischem Laubholz zu erhöhen suchte Eckhard Stuhlmann nach einer passenden Lösung. Die industrielle Linie von Wood-Mizer gab es bis 2004 nur in den USA und so flog er nach Kentucky um sich dort die LT300 mit in verschiedenen Betrieben anzusehen.
Nach einer Erweiterung des Werksgeländes fiel die Entscheidung und seit September 2005 produziert Cropp Timber mit einer solchen Anlage. Der komplette Sägevorgang wird von einem erhöhten Bedienerplatz aus mit Joysticks gesteuert. Die Rundholzzuführung liefert den Stamm auf die Säge. Der wird ausgerichtet und festgeklemmt. Die Schnittstärkenverstellung bringt den Sägekopf schnell auf die korrekte Höhe, hierbei können Schnittfolgen vorprogrammiert werden. Eine Laserline zeigt an wo der Schnitt verlaufen wird. Nach dem Schnitt wird das Brett abgeschoben und das Holz mit Druckluft vom Sägemehl befreit. Hinter der Säge ist ein Längsförderer installiert, der die Bretter von der Säge weg zu einem Querförderer transportiert. Von dort aus nimmt ein Helfer weitere Sortierungen vor. Mit einem Vakuumheber wird das Holz dann aufgesetzt. Mit dieser Sägeanlage kann mit einem Säger und nur einem Helfer dreimal so viel Schnittholz produziert werden wie mit der alten Säge. Die LT40 hat Eckhard Stuhlmann für den Einschnitt von Spezial- und Tonhölzern behalten. Diese Halle ist nicht weniger beeindruckend als das Rund- und Schnittholzlager. Der ganze Betrieb bringt Laien zum Staunen und treibt Fachkundigen die Freudentränen in die Augen.
Weitere Informationen:
Wood-Mizer GmbH
Ansprechpartner: Klaus Longmuss (GF), Conny Albrecht (Vertriebsleitung)
Dorfstr. 4
D-29485 Schletau
Tel: +49 (0)5883 988 010
Fax: +49 (0)5883 988 020
E-mail: info@woodmizer.de
Internet: www.woodmizer.de
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